Aubrey Organics Haarmaske blaugrüne Alge und Seifenhaarwäsche 19 mit Iceberg von Ladyvalesca

Diesmal habe ich wieder experimentiert und zwar mit der tiefenwirksamen Haarmaske „Blaugrüne Alge“ bzw. „Blue green Algae conditioning mask“ von Aubrey Organics, die mir von der Naturkosmetik-Firma freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden ist. Wichtigster Inhaltsstoff sind die blaugrünen Algen (wobei auch Extrakt aus roten Algen enthalten ist), die wohl sehr proteinhaltig sind. Zusätzlich ist Aloe Vera und Sheabutter enthalten, zwei Inhaltsstoffe, die wir (meine Haare und ich) mögen. Hier die komplette Liste der Inhaltsstoffe (im Internet und auch auf der Seite von Aubrey Organics ist nur eine verkürzte Variante zu finden):

Haarmaske Aubrey Organics

Haarmaske Blaugrüne Alge von Aubrey Organics

INCI: Aqua, cetyl alcohol, alcohol denat. (38b, lavender), aloe barbadensis (aloe) leaf juice, butyrospermum parkii (shea butter), hydrolyzed rhodophycea (red algae) extract, glycerin, citrus grandis (grapefruit) extract, aphanizomenon flos aquae (blue green algae), glyceryl linoleate, glyceryl linolenate, tocopherol acetate, hamamelis vriginiana (witch hazel) water, asorbic acid, glycine soja (soybean) oil, daucus carota sativa (carrot) root extract, beta-carotene

Wegen der vielen Proteine habe ich mir allerdings etwas Sorgen gemacht, denn meine Haare brauchen vor allem Feuchtigkeit und ihnen werden Proteine schnell zu viel. Darauf reagieren sie dann zickig und werden nicht schön weich, sondern gerne mal hart und störrisch und in den Spitzen knirschig. Das ist nicht weiter tragisch und bei der nächsten Haarwäsche auch wieder verschwunden – großartig finde ich es dennoch nicht. Allerdings habe ich vor dem Test schon eine Weile lang nichts sehr proteinhaltiges mehr verwendet, was die Chancen erhöht, dass es mir die Haare diesmal danken.

Der Geruch, nun ja. Man riecht die Algen, etwas Hafenwasser, ein fast stechender intensiver Geruch, irgendwie auch ätherisch oder besser medizinisch. Trotz allem finde ich ihn nicht wirklich unangenehm, das ist aber nun wirklich Geschmackssache und ich kann jeden verstehen, der den leicht beißenden Duft nicht ausstehen kann. Die Maske ist grünlich-beige und hat diesen typischen Glanz der Aubrey-Organics-Produkte (zumindest haben den auch die Conditioner). Die Konsistenz ist cremig (fester als normaler Condi) und irgendwie fluffig und man soll das Ganze laut Anleitung erstmal umrühren.

Dann trägt man die Maske als Prewash-Kur auf die trockenen Haare auf – für mich ja sehr ungewohnt! Aber ich habe es versucht, nachdem ich wie immer die Kopfhaut mit meiner Holzbürste gebürstet hatte. Das Auftragen der Haarmaske geht eigentlich ganz leicht, allerdings brauche ich jede Menge davon, damit ich auch alle Haare erwische, vom Ansatz bis in die Spitzen wie angegeben (ja, ich massiere auch immer etwas von einer Haarkur in Ansatz bzw. Kopfhaut). Es steht zwar dabei, dass man „sparsam dosieren“ kann, aber was nützt mir das, wenn ich nicht alle Haare erwische… Danach war ungefähr das halbe Döschen leer. :-(

Klar, ich habe viele und inzwischen auch einigermaßen „lange“ Haare. Aber eben mal 10 € (Gesamtpreis ist 19,90 €)  für eine Haarkur? Wenn ich meine Ziellänge erreicht hätte (Steiß), dann wäre das Töpfchen wahrscheinlich mit einem Schlag leer geworden… Beim nächsten Mal werde ich es wohl doch im feuchten Haar versuchen – vielleicht ist dann die benötigte Menge sozusagen „vertretbarer“.

Außerdem habe ich die Haare mit der Kur nicht durchgekämmt – es hat sich alles sehr voluminös-filzig angefühlt, da hätte ich wirklich Mühe gehabt, mit einem Kamm durchzukommen. Finger mussten also reichen. Die Haare habe ich zu einem ganz lockeren Cinnamon auf den Kopf gelegt, dann kam eine Plastik-Duschhaube und mein Handtuch-Turban zum Warmhalten drüber. Der Geruch bleibt – ähm – intensiv. Die Kur habe ich etwa eine Stunde über zwei Stunden einwirken lassen – in der Anleitung ist von 15 Minuten die Rede, aber es sollte sich ja lohnen…

Ausgewaschen habe ich dann mit einer Seife, mit der man bzw. ich nicht viel falsch machen kann, der Iceberg von Ladyvalesca. Andere aus dem LHN sind begeistert von ihr und die Inhaltsstoffe könnten nicht puristischer sein:

INCI: Avocadoöl, Rizinusöl

Zwei Öle, die meine Haare mögen und die pflegen, mit einer Überfettung von 4% allerdings nicht zu reichhaltig. Damit wollte ich das Testergebnis der Maske möglichste wenig verfälschen. Sonst hätte ein gutes/schlechtes Ergebnis ja noch viel eher an der Seife als an der Haarkur liegen können.

Zum Auswaschen der Haarmaske habe ich übrigens sehr lange gebraucht, es ging eigentlich schon gut – hat aber eben einfach gedauert. Die Haare haben sich schön weich und flutschig angefühlt. Mit der Iceberg habe ich zwei Mal eingeschäumt, das erste Mal war der Schaum noch nicht so besonders bzw. ist schnell wieder zusammengefallen. Ich habe übrigens noch ein Stückchen aus einer früheren Charge, das unbeduftet ist und – wie es für Avocadoöl durchaus üblich ist – ein bisschen muffig riecht. ;-) Die neuen Icebergs sind jedenfalls dezent beduftet. :-)

Nach der sauren Rinse waren die Haare sofort wieder superweich und leicht mit meinem Magic Star durchzukämmen. Ich habe nur ein kleines bisschen des  John Masters Organics Lavender & Avocado Intensive Conditioners in die Längen und Spitzen gegeben, wäre wahrscheinlich nicht nötig gewesen, aber ich mag den Duft einfach wahnsinnig gerne! Dann noch meine Teerinse mit 1 EL Cassis-Essig, die ich diesmal mit etwas kaltem Wasser abgeduscht habe, da ich dachte, dass die Haare evtl. genug „gefestigt“ seien. Dann im Baumwoll-T-Shirt und an der Luft getrocknet wie immer.

Iceberg

nach der Wäsche mit „Iceberg“ von Ladyvalesca

Ergebnis: Huch! Die Haare sind ja weich! Hätte ich gar nicht gedacht! Sie sind irgendwie etwas puscheliger als sonst (nicht unbedingt frizziger, aber ziemlich voluminös), vielleicht auch etwas „kräftiger“ in den Spitzen, aber keinesfalls hart oder störrisch, wie ich es von zu viel Protein kenne. Und da ist Glaaanz!!! Ein wirklich toller Glanz! Ich schreibe das sowohl der Haarmaske als auch der Seife zu, beide scheinen bei mir toll zu funktionieren! Die Locken sind etwas weniger gebündelt als sonst, aber das liegt wohl daran, dass ich die Teerinse ausgespült habe, selber schuld. ;-)

Die Seife werde ich auf jeden Fall wiederverwenden, die andere Hälfte des Töpfchens Haarmaske sicher auch. Aber was mache ich dann? Wie gesagt: 10 € für eine Kur sind dann doch selbst mir Haarverrückten etwas zu viel. Also in feuchtem Haar probieren. Außerdem bin ich mir sicher, dass meine Haare sowas sowieso nur ab und zu wollen (sprich: alle 2-3 Monate), nicht öfter. Würde ich die Maske gleich nochmal anwenden, dann würden die Haare wahrscheinlich doch hart. Hmmm, so ein Töpfchen im halben Jahr wäre dann ja fast wieder zu verkraften??? Vier Mal damit kuren im Jahr??? Na, mal sehen…

Nachtragen muss ich dann noch, wie sich die Spitzen beim/nach dem Durchkämmen verhalten werden. Diesmal wird auf jeden Fall die neue „Mogst amol a Feige probiern“ Haarcreme von Heymountain ausprobiert. :-)

Nachtrag: Die Spitzen sind tatsächlich – wie ich es von sehr proteinlastiger Pflege gewohnt bin – ziemlich fest, etwas störrisch und klettig. Wie gesagt merkt man das erst beim Durchkämmen. Insgesamt haben die Haare mehr Volumen als sonst und fühlen sich fester und steifer an. Ich nehme das als positives Zeichen, dass sie durch die Proteine gekräftigt wurden. Aber zu oft will ich das so nicht haben.

6 Kommentare

  1. Ella
    6. August 2013

    Hi liebe Wuscheline,

    ach wie cool, dass du die Haarmaske jetzt auch ausprobiert hast!

    Cool, dass du sie auch magst. Auf dem Bild sehen die Haare auch total weich aus. Richtig toll!

    Liebe Grüße Ella
    von soSparki.de

  2. anitaswelt
    6. August 2013

    Vielen Dank für diesen informativen Bericht. Kuren ist ja so eine Sache, das habe ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Ab und an überkommt mich dann das schlechte Gewissen, aber ich bin einfach zu faul dazu und solange die Haarlis das tolerieren ist ja alles ok.

    Die Seife klingt superspannend, ich liebe puristische INCI Listen. Wo bekomme ich die her? Steht die überhaupt „offiziell“ zum Verkauf?

  3. Kim
    21. August 2013

    Danke für die Review! Ich mag ja den Geruch der Gesichtspflege mit blaugrünen Algen, also würde ich den wohl auch mögen =)

    Haarpflege von AO kann ich aber sehr empfehlen, ist den Lobgesang wert. Aber der Preis der Maske ist natürlich happig…vlt. einen Conditioner als Pre-Wash Kur verwenden, da ist doppelt soviel drin, kostet aber nur die Hälfte, und die Auswahl ist riesig.
    Ich bestell mir immer Probengrößen, wenn ich mir mal was gönnen will =) Wirkt Wunder xD

  4. Sunnivah
    11. Dezember 2013

    Hey
    du bist schon die dritte Begeisterte. Meine Haare sind dick, eher trocken und, wie du schreibst, in den Spitzen gerne mal hart und eher schlecht zu kämmen. Mehr Kraft brauche ich denke ich nicht, ich hab auch (trotz ca. 75cm) keinen Spliss. Die Erklärungen im Langhaarforum zu Protein-oder Feuchtigkeitszufuhr konnte ich nicht so richtig anwenden, tippe aber mehr darauf, daß die Feuchtigkeit brauchen (habe am ganzen Körper trockene Haut und auch trockene Nägel, die aber stark sind). Könntest du denn dafür was empfehlen, ohne Protein? Nutze im Moment ab und zu als Prewash die alverde Glanzkur und mag sie ganz gern…….:-)

    Danke im Vorraus!

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