Meine liebste Pflegeroutine – Prewash-Kur mit Eigelb, Öl und Conditioner für trockenes Haar

Heute ist der 15. und wie immer Flechtwerk-Time. Diesmal beschäftigt sich unsere Haar-Blogger-Kooperation mit unserer Pflegeroutine. Ich halte das für ein sehr spannendes Thema, weil wir alle recht unterschiedliche Haare mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben haben.

fw_pflegeroutine11

Meine liebste Pflegeroutine sieht kurzgefasst so aus:

Haarpflegeroutine

Haarpflegeroutine kurz gefasst

Wie alle meine Leser wissen, wasche ich inzwischen seit ca. 9 Monaten mit Seife, womit ich extrem zufrieden bin. Die sieht man auf dem Bild oben in dem (roten) Seifenschälchen, in das ich vor der Wäsche ein wenig warmes Wasser gebe, um die Seife ein kleines bisschen einzuweichen und so die Schaumbildung zu verbessern. Meine Haarseifen-Favoriten – so viel kann ich inzwischen sagen – kommen aus Steffis Hexenküche. Die Haarwäsche mit Seife habe ich hier genauer beschrieben. (Anmerkung: meine Haare wasche ich ca. alle 8-10 Tage, auch mal 7 oder 11 Tage, aber das ist so der normale Rhythmus.)

Die Wäsche mit Seife bedeutet, dass ich danach eine saure Rinse mache und zwar mit ca. 3-4 EL selbstangesetztem Kräuter-Apfelessig auf ca. 1,25 Liter gefiltertes Wasser (auf dem Bild die gelbliche Flüssigkeit im rechten Behälter). Während diese saure Rinse im Haar ein wenig einwirkt, kämme ich die Haare mit dem Magic Star von Hercules Sägemann durch. Nach dem Ausspülen kommt ein reichhaltiger Conditioner ins Haar, mit am liebsten die Spülung von Rahua, denn die macht einerseits schöne Haare und andererseits auch ein gutes Gewissen, weil die INCIs einfach makellos sind. Conditioner gebe ich immer von oben bis unten ins Haar, mehr in die Längen und Spitzen, aber durchaus auch etwas auf den Oberkopf und ins obere Deckhaar – das reduziert den Frizz etwas. Mit dem Condi im Haar kämme ich nochmal mit meinem Lieblingskamm. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr auf dem Bild oben ein ausgeleiertes gelbes Haargummi um den Hals des Rahua-Condis: damit binde ich die Haare kurz zum Dutt, während die Spülung einwirkt und ich mich der sonstigen Körperpflege widme. ;-)

Nach dem Ausspülen des Condis kommt dann meine zweite Rinse für Rotreflexe zum Einsatz (auf dem Bild im linken Behälter), die ich aus gefiltertem Wasser, Kamille, Roiboos, Rosmarin und rotem Früchtetee und 1 EL rotem Essig (Himbeer- oder Cassisessig) braue. Die bleibt im Haar. Die nassen Haare knete ich dann etwas, erst mit den Händen, dann mit einem langärmligen Baumwoll-T-Shirt (der schwarze Stoff ganz links auf dem Bild). In die nassen Spitzen kommen oft noch ein paar Tropfen Öl oder Serum, meist benutze ich das Serum von i like green. Mit diesem T-Shirt ploppe ich dann auch meist eine Weile, etwa nach dieser Methode (nur dass ich die Ärmel einfach im Nacken verknote).

Sind die Haare luftgetrocknet (während der Trockenzeit nicht anfassen oder gar durchkämmen oder so!), knete ich sie nochmal durch und schüttle sie auf. Ich kämme die Haare erst wieder, wenn ich sie nicht mehr offen tragen, sondern Frisuren machen will. Auch dieses erste Entwirren funktioniert wunderbar mit dem Magic Star. Meine liebste Spitzenpflege – machen geschmeidige Haare und duften toll – sind die Haarcremes von Heymountain. Davon kommt auch ab und zu was ins Deckhaar, um den Frizz zu reduzieren.

Noch ein paar Infos mehr zu meiner “normalen” Pflegeroutine findet ihr hier auf der Seite. Näher vorstellen will ich euch nun heute hier, wie ich meine Prewash-Kur (ihr seht sie oben auf dem Bild in der metallenen Rührschüssel) – meine Geheimwaffe gegen meine trockenen Haare – anmische.

Prewash-Kur mit Eigelb, Ölen und Conditioner

Ich bereite meine Haarkur tatsächlich in der Küchenmaschine zu (wir haben eine Kitchen Aid). Als erstes gebe ich dazu ein Eigelb in die Rührschüssel und schlage es mit dem Rührbesen eine ganze Weile, bis es schaumig und etwas heller wird.

geschlagenes Eigelb

in der Küchenmaschine aufgeschlagenes Eigelb

Hier gebe ich nun langsam – am Anfang wirklich nur tropfenweise – meine Lieblingsöle hinzu, während das Ganze weitergeschlagen wird. Bei mir sind das je ein Esslöffel Rizinusöl, Mandelöl, Olivenöl, Avocadoöl und Sheabutter – die erwärme ich vorher kurz und bei niedriger Wattzahl in der Mikrowelle, bis sie flüssig wird. Meine Öle bestelle ich übrigens immer bei Behawe.

Oele Prewash-Kur

meine Lieblingsöle für die Prewash-Kur

Was dabei entsteht, wenn man die Öle dem Eigelb langsam zugibt? Mayonnaise! Der große Vorteil daran ist, dass diese Masse schön fluffig ist und kaum tropft! Sie lässt sich super auftragen und läuft einem dann nicht überall hin, während man einwirken lässt. Sieht dann so aus:

Eigelb und Oele

Eigelb und Öle aufgeschlagen: Mayonnaise!

Lecker, oder? ;-) Als Nächstes gebe ich noch 1 EL Aloe-Vera-Gel und Conditioner dazu, auch so 4-5 EL und auch bunt gemixt, von jedem 1 EL. Ich denke mir halt, dass dadurch dass ich Öle und Conditioner mixe, meine Haare immer das bekommen, was sie brauchen bzw. sich das “nehmen” können. Jedenfalls besser, als wenn ich immer nur ein Produkt verwende. Keine Ahnung, ob das richtig gedacht ist…

Aloe Vera Gel und Conditioner

Aloe-Vera-Gel und Auswahl von Conditionern für die Prewash-Kur

Hier benutze ich immer das Aloe-Vera-Gel von Sundance – das ist billiger und weniger flüssig, tropft also nicht. Hier seht ihr nur eine Auswahl meiner liebsten Conditioner, dabei ist Alterra und Alverde (noch lieber eigentlich die Alverde-Haarkuren bzw. -masken, die waren aber grad aus), Sante Brilliant Care, Conditioner von Desert Essence und Honeysuckle Rose von Aubrey Organics und die neue Haarkur von Lavera. Also alles Naturkosmetik. Auch das gebe ich nach und nach zu, während die Maschine weiterrührt. Ab und an gebe ich zum Schluss noch 1 EL Cassia von Khadi zur Kräftigung der Haare dazu (auf dem Bild oben mit Cassia, hier unten ohne Cassia). Ergebnis:

Prewash-Kur

fertig gerührte Prewash-Kur

Eine lockere, fluffige, nicht zu flüssige und lecker duftende Creme. Zum Entnehmen benutze ich einen Teigschaber. Und diese Masse trage ich dann auf die feuchten (nicht zu feuchten, sonst tropft es wieder!) Haare auf, vom Ansatz bis in die Spitzen. Ich beginne tatsächlich beim Ansatz und der Kopfhaut (ich glaube, dass meine Kopfhaut auch deshalb so wenig fettet, weil ich ihr ausreichend Fett gebe) und creme dann alles sehr großzügig ein. Die Haare drehe ich dann zu einem lockeren Cinnamon-Bun, der durch die Creme fast von selbst hält bzw. klebt. ;-)

Darüber kommt dann eine Duschhaube und mein blauer Handtuch-Turban zum Warmhalten (siehe Bild oben) – der mir den Spitznamen “Schlumpf” eingebracht hat. :-) Wenn es kalt ist, setze ich mich damit auch mal eine halbe Stunde unter eine Wärmehaube (dann nur mit Duschhaube und ohne Handtuch). Im Winter finde ich das supergemütlich und kuschlig. Insgesamt lasse ich etwa eine Stunde einwirken. Dann spüle ich aus und wasche mit Seife wie oben beschrieben.

Vorteil dieser Kur ist meiner Meinung nach, dass sie super aufzutragen ist, kaum tropft und die Haare mit Feuchtigkeit und Fett versorgt. Dabei riecht sie durch die Conditioner auch noch gut. Außerdem ist sie sehr leicht auszuspülen (natürlich viel, viel leichter als eine reine Ölkur!), einerseits durch die sanften Tenside in den Conditionern, andererseits auch durch das Eigelb, das Konsistenz gibt und auch waschaktiv wirkt. Für meine Haare, die viel, viel Feuchtigkeit brauchen und gerne reichhaltige, ölige Kuren mögen, ist diese Kur jedenfalls ideal. :-)

So, und jetzt bin ich wirklich gespannt, wie die anderen – LenjasoBobblyZoeyNessa und Heike – ihre Haare am liebsten pflegen! Welche Haartypen sie sind, könnt ihr nochmal hier nachlesen.

Ach ja, die Ankündigung des nächsten Themas – das mir noch einiges Kopfzerbrechen bescheren wird – habe ich vergessen: Märchenfrisuren!

4 Kommentare

  1. Nicole
    15. September 2013

    Wow du kaufst sogar dein Olivenöl bei behawe! Also ich kauf mir das beim Aldi oder so. Auch mein Mandelöl habe ich aus dem Kaufland. Das ist einfach günstiger (auch in BIO) und wenn man mal ehrlich ist: es sind “nur” Haare. Zumal die “normalen” Öle auch nicht schleht sind. Auf alle Fälle eine tolle Kur ich glaube für meinen Haaren wäre das zu viel aber ich muss auch alle 2-3 Tage waschen an größeren Abständen Arbeite ich noch leider vergeblich.

    • Wuscheline
      15. September 2013

      Ach, das Olivenöl ist nur mal so zusätzlich ins Körbchen gehüpft, als ich bestellt habe. Ich habe auch schon andere Öle verwendet, aus dem Supermarkt usw., auch schon Avocado-Öl vom Aldi. Nur gibt es das halt nicht immer. Und Mandelöl habe ich bisher noch nicht gefunden…

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.