Den Sommer konservieren – DIY mit Lavendel

Der Lavendel blüht gerade überall. Ich liebe Lavendel, ich liebe den Duft und für mich steht er für den Sommer schlechthin. Für Sommer, Sonne, Urlaub und Entspannung. Und dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, dieses Sommergefühl möglichst lang zu konservieren. Und deshalb habe ich mir einige Dinge mit Lavendel aus dem Garten angesetzt: Lavendelessig, Lavendelöl und Lavendelsirup – letzteres zur innerlichen, nicht zur äußerlichen Anwendung. :)

Lavendel DIY

Alle Sachen sind total leicht selbst herzustellen und zwar fast ausschließlich mit Dingen, die man wahrscheinlich sowieso zu Hause hat. Den Lavendel habe ich (sozusagen in Bio-Qualität) im eigenen Garten geerntet, aber natürlich könnt ihr ihn auch kaufen. :)

1. Lavendelöl

Lavendelblüten und Öl in ein verschließbares Gefäß aus Glas geben und abwarten. Die Blüten sollen vom Öl gut bedeckt sein.

Ich habe Avocadoöl, Sesamöl, Hanföl, Pfirsichkernöl, Kokosöl und Arganöl verwendet, was ich halt gerade so da hatte von meinen Haarpflegeexperimenten, es geht aber auch mit jedem anderen Öl. Das Öl lasse ich nun gute 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen, bevor ich die Lavendelbüten herausfiltere. Dann will ich das Öl für den Körper und zur Haarpflege verwenden (v.a. Pre Wash Kuren). Eventuell gebe ich auch noch ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl dazu, mal sehen.

Lavendeloel

2. Lavendelessig

Lavendelblüten und Apfelessig in ein verschließbares Gefäß aus Glas geben und abwarten. Die Blüten sollen vom Essig gut bedeckt sein. Also genau das gleiche wie oben. :D

Auch hier geht das natürlich auch mit anderen Essigsorten, Apfelessig hat aber in Bezug auf die Haarpflege einfach einen guten Ruf und ich hatte ihn sowieso im Haus. Auch hier lasse ich gute 4 Wochen ziehen und siebe die Lavendelblüten dann heraus. Dann wird der Essig für meine sauren Rinsen nach der Haarwäsche benutzt, je nur 1-2 EL auf 1,5 Liter gefiltertes Wasser.

Lavendelessig

3. Lavendelsirup

300 ml Wasser
Saft von 3 Zitronen
400 g Zucker
10 EL Lavendelblüten

Das Rezept habe ich mir bei kaerlighed abgeschaut und schon zwei Mal nachgekocht (und ganz leicht abgewandelt). An Zucker könnt ihr eigentlich alles verwenden, was ihr so da habt, ich habe diesmal 100 g Kokosblütenzucker, 100 g braunen Zucker und 200 g weißen Zucker gemischt. Je mehr dunklen Zucker ihr verwendet, desto dunkler wird der Sirup später natürlich auch.

Ihr kocht Wasser, Zitronensaft und Zucker gemeinsam auf und lasst die Mischung ca. 10 Minuten zu einem Sirup einkochen (zwischendurch mal umrühren, damit sich der Zucker auflöst). Dann macht ihr die Herdplatte aus, gebt die Lavendelblüten hinzu, rührt sie unter, gebt einen Deckel auf den Topf und lasst den Sirup (mit Restwärme von der Platte) abkühlen. Ich habe die Mischung jeweils noch 1-2 Tage stehen gelassen, bevor ich durch zwei Siebe (erst ein grobes, dann ein ganz feines) abgeseiht habe. Den Sirup könnt ihr dann in hübsche Fläschchen füllen.

Ich liebe den Geschmack! Ich trinke das gerade total oft mit sprudeligem Wasser als eine Art Limonade. Mit Sekt aufgefüllt natürlich auch lecker. Aber Vorsicht: es reicht wirklich eine winzige Menge von dem Sirup. Ebensogut ist der Sirup über Crépes oder auch statt Honig zusammen mit Käse. Und als besonderes Mitbringsel kommt er auch gut an. :)

Nachtrag: 1 EL macht sich in der Salatsauce total gut, unter anderem zu Rucola mit Mozzarella oder sowas. :)

Lavendelsirup

2 Kommentare

  1. Kitty-Curl
    14. August 2015

    Hi! Super Idee!!! Schön, dass du jetzt auch selbst deine eigene „Naturkosmetik“ machst… So kann man Haut und Haar geglücken ;-))) Nichts eignet sich um diese Jahreszeit besser, als Kräuter und Pflanzen zu sammeln, zu trocknen ein zu legen oder ein zu kochen… Bin momentan auch in fleißiges Bienchen und auf meinem Fensterbrett stehen mehrere Kräuteröle, wobei mein Lavendel-Kamillen-, Ringelblumen-, und Zitronenmelissenöl schon fertig sind :-)… Und selbst gemachter Sirup stehen auch schon einige Liter im Keller… Da können wir schon ein bisschen stolz drauf sein… Glg Kitty… ;-)))

    • Wuscheline
      14. August 2015

      Na ja, sowas mache ich ja schon seit Ewigkeiten, besonders das mit dem Essig (immer mal wieder verschiedene Kräuter und Gewürze). Von wegen „jetzt auch“. ;-)

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.