Leave-In, LOC und Öle – Kampf den trockenen Spitzen!

Hier möchte ich mal zusammenfassen, was man abgesehen von einer möglichst schonenden und seltenen Wäsche noch tun kann, um trockene Haare (wie meine) in den Griff zu bekommen. Besonders geht es dabei natürlich um die Haarspitzen, den ältesten und empfindlichsten Teil unseres Haars.

Die erste und eine der besten Möglichkeiten, seine Spitzen wieder schön gepflegt und geschmeidig zu bekommen, sind die von mir hier schon erwähnten Haarkremes von Heymountain. Riecht gut, pflegt gut, alles gut. Ebenso erwähnt habe ich schon die Brustwarzensalbe von Babylove, die ich gerne abends verwende (v.a. wenn man einen Nachtzopf macht, kann man das gut in die Zopfquaste einmassieren). Kein Duft und trotzdem sehr gute Pflege. Die Konsistenz ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, deshalb sollte man sie nicht direkt in die Haare schmieren, sondern lieber erst eine kleine Menge zwischen den Fingern aufwärmen und verteilen, dann wird die Creme etwas dünnflüssiger. Die Dosierung wird so auch etwas leichter, das ist aber auch einfach Übungssache! Babylove gibt es beim dm-Drogeriemarkt, aber Rossmann verkauft ein ganz ähnliches Produkt, das man auch für die Haare verwenden kann.

Was bei mir generell ganz schlecht ist, sind fast alle Arten von Ölen im trockenen Haar, da werden die Spitzen einfach nur knirschig und noch trockener. Das ist aber eben nur bei meinen Haaren so, andere haben z.B. mit Kokosöl (geht bei mir gar nicht) sehr gute Erfolge. Das einzige, was bisher im trockenen Haar funktioniert hat, war einerseits das Amla-Haaröl von Khadi, das aber einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geruch hat (manch einer liebt ihn, ich finde ihn okay, mein Liebster hat protestiert ;-) ). Nicht ganz so gut, aber zumindest nicht austrocknend und angenehmer riechend ist das Vitalisierende Haaröl von Khadi. Andererseits funktioniert auch Sheabutter. Besonders fein und lecker duftend ist Shea nilotica, wobei ich meine Öle und Buttern (und eben auch die vanillige Shea nilotica) immer bei behawe bestelle. Die Shea nilotica ist ganz weich und fast ein bisschen „fluffig“, sodass sie sich sehr gut verteilen lässt, wobei sie wunderbar pflegt.

Ach ja, die Alverde Haarbutter habe ich fast vergessen. Trotz des enthaltenen Alkohols habe ich sie schon als Leave-In getestet und muss sagen, dass sie wirklich schön weiche, glatte, fast ein bisschen glitschige Haare macht. Ich benutze sie aber nicht so oft (wegen des Alkohols) und vor allem nicht so oft hintereinander, weil sie ziemlich viele Proteine enthält und die mögen meine Haare nur ab und zu, sie bekommen recht schnell zu viel davon.

Zwischen den Wäschen halte ich die Trockenheit in den Spitzen so normalerweise ganz gut in Schach. Ich wechsle auch ganz gerne ab, damit meine Haare vielleicht ab und zu das bekommen, was sie gerade am liebsten haben. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass das nicht reicht und nicht nur die Spitzen, sondern auch die Längen etwas mehr an Pflege bräuchten. Dann mache ich meist LOC (also die Liquid-Oil-Cream-Methode) und umgehe so das Problem des Öls im trockenen Haar. Ich feuchte also meine Längen und Spitzen an, dazu verwende ich destilliertes Wasser (Kalk und Chlor muss man sich ja nicht noch absichtlich ins Haar geben) und eine Sprühflasche. Bei mir ist es dann wichtig, dass ich ein bisschen (also ca. 5 Min.) abwarte, bis die Haare die Feuchtigkeit auch wirklich aufgenommen haben. Dann gebe ich noch zusätzlich für die Feuchtigkeit Aloe-Vera-Gel ins Haar, ich habe noch das von Aubrey Organics, aber natürlich gibt es auch das bei behawe. Damit ist das „L“ (Liquid) fertig

Dann kommt Öl in die Haare, meist 3-4 Pumpstöße des Alverde Haaröls Mandel Argan (dm), das ich aber ein bisschen mit dem Alterra Massageöl Mandel Papaya (Rossmann) gemischt habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Haare Mandelöl und Rizinusöl ziemlich gut finden (und das ist oft in Massageölen enthalten). Gegen das Alverde Haaröl haben sie aber auch nichts (es enthält ja auch Mandelöl) und das Fläschchen ist so schön praktisch. Außerdem möchte ich noch ein bisschen mit Camelia-Öl und Brokkolisamen-Öl experimentieren, wobei letzteres mir eher zu leicht sein wird, nehme ich an. Das wäre dann also das „O“ (für Oil) der LOC-Methode.

Wer errät, was ich am liebsten für das „C“ (also Cream) nehme? Na klar, eine Heymountain-Haarcreme. Davon bekommen dann vor allem die Spitzen noch etwas ab. Die Creme soll die Feuchtigkeit nochmal besonders gut im Haar verschließen. Insgesamt muss man sich an die Dosierung herantasten und nicht gleich zu viel Öl und Creme nehmen, meine Haare verkraften ziemlich viel, andere wahrscheinlich weniger. Wenn es dumm läuft, dann sind die Längen danach eben glücklich aber fettig, dann muss halt geflochten oder geduttet werden, für mich ist das auch kein Weltuntergang…

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