Haarbande | Low Budget Haarpflege

Lange Haare gut pflegen, ohne dafür ein halbes Vermögen auszugeben? Genau darum geht es heute in der Haarbande. Low Budget Haarpflege für die, die es sich momentan oder überhaupt nicht leisten können oder einfach nicht leisten wollen, viel Geld in Haarpflege zu investieren. Teurer ist ja auch nicht immer besser und deshalb bin ich auch gespannt, welche Empfehlungen im unteren Preisbereich meine Kolleginnen aus der Haarbande haben werden. Alle Links findet ihr wie immer auf Haarbande.de.

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Die wahrscheinlich günstigste Art, seine Haare zu pflegen, ist wahrscheinlich das, was ich aktuell in die Tat umzusetzen versuche: Water only. Wenn ihr nur mit Wasser wascht, vielleicht ab und zu mit etwas Essig rinst und die Längen mit ein klein wenig Öl pflegt, dann geht es nicht mehr günstiger. Nur die Haarbürste ist dann eine teurere Anschaffung. Zu all dem werde ich hier in näherer Zukunft mehr berichten. Heute soll es erst einmal um günstige Möglichkeiten der „konventionelleren“ Haarpflege gehen und das meint ja meist Shampoo, Spülung, Haarkur, Leave-In.

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1. Low Budget Shampoos

Bei den günstigen Shampoos kenne ich mich ehrlich gesagt nicht sooo gut aus und hoffe in bisschen, dass meine Kolleginnen hier mehr beizutragen haben. Erprobt und für gut befunden habe ich aber das Tiefenreinigungsshampoo von Balea (1,35 €) – mit Einschränkungen! Denn das Shampoo enthält mit Sodium Laureth Sulfaten ein wenig mildes Tensid, sodass man eigentlich allen Leuten mit empfindlicher Kopfhaut davon abraten muss. Und auch bei etwas unempfindlicherer Kopfhaut würde ich nicht empfehlen, dieses Shampoo ein Mal pro Woche oder öfter zu nutzen, sondern eben so, wie es gedacht ist: als Tiefenreinigung (v.a. Stylingrückstände und Silikone) alle 4-6 Wochen, wobei das natürlich auf euren Waschrhythmus ankommt. Bei ruhiger Kopfhaut kann ich das Shampoo in größeren Abständen auf jeden Fall empfehlen, meinen Haaren und meiner Nase hat es wirklich recht gut gefallen.

Für die regelmäßigere Benutzung würde ich euch allerdings eher ein milderes Shampoo empfehlen, wobei ich da selbst eben nicht viel getestet habe, sondern eher im höherpreisigen Bereich unterwegs war. Babyshampoos sind aber immer eine gute Variante, hier seht ihr ein Sensitiv-Kombiprodukt von Bübchen (2,45 €) und als Naturkosmetik-Variante Waschlotion und Shampoo von Lavera (3,95 €). Hier sind jeweils milde Tenside eingesetzt und die Produkte enthalten keinen reizenden Alkohol. Auch die Shampoos der Drogerie-Eigenmarken wie Babylove und Babydream kann man sich ansehen, die auch sehr günstig sind! Wichtig wäre eben, darauf zu achten, dass die Produkte kein Sodium Laureth Sulfat (oder Lauryl Sulfat) und keinen Alkohol enthalten. Ronja schwört hier zum Beispiel auf das Waschstück von Sebamed (1,95 €).

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2. Low Budget Spülungen

Ein Bereich, in dem ich mich besser auskenne, sind Low Budget Conditioner, schon weil ich sie oft für CO (Wäsche nur mit Conditioner) verwende. Meine Favoriten kommen hier von Balea (je 1,35 €) und Garnier. Auch bei den Conditionern achte ich darauf, dass sie möglichst keinen Alkohol enthalten, weil der die Haare eher austrocknet. Und bei meinen Favoriten ist auch kein Silikon enthalten. Leider sind nicht alle Spülungen von Balea alkoholfrei, deshalb muss man genauer hinsehen.

Mein Balea-Favorit ist die lila Glatt+Glanz Spülung, die wirklich kuschelweiche Haare macht, wobei meine Wellen keineswegs geglättet werden, sondern eher die einzelnen Haare. Dicht darauf folgt die orange Locken-Spülung von Balea, die ich ebenfalls sehr mag (nicht auf dem Bild, weil aufgebraucht). Auch alkoholfrei ist die rosa Beautiful Long Spülung und die Wirkung ist auch echt ordentlich, bloß der Geruch ist nicht jedermanns Sache. Da sollte man wirklich mal probeschnüffeln, mein Fall ist das auch nicht…

Der Nachteil an den Garnier-Spülungen (je ca. 3,25 €) ist, dass man sie hier in Deutschland leider nicht bekommt. Meine habe ich bisher in Dänemark, Frankreich und Italien gekauft, wo sie in den meisten Supermärkten erhältlich sind. Besonders mag ich die Avocado-Sheabutter-Spülung, die am reichhaltigsten ist, danach kommt die Mango-Tiaré-Spülung, die auch gut pflegt und herrlich duftet. Beide sind mit wenig Alkohol und ohne Silikone. Also haltet im Urlaub mal die Augen offen!

Tatsächlich habe ich in diesem Bereich leider keinen NK-Favoriten. :( Entweder enthalten NK-Spülungen zu viel Alkohol, um mir zu gefallen, oder sie sind dann wieder teurer… Schade.

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3. Low Budget Haarkuren

Wieder Balea, wieder ohne Alkohol und Silikone: die Oil Repair Express Kur (je 0,95 €, ich benutze zwei Stück)! Wenn es mal wirklich schnell, unkompliziert und dennoch pflegend sein soll, dann ist die hier meine Empfehlung. Auch zum Anmischen taugt die. Ebenso empfehlenswert finde ich als NK-Variante die Alterra Haarmaske (3,49 €), wobei hier halt wieder einiges an Alkohol drin ist und ihr ausprobieren müsst, ob eure Haare das mögen und vertragen. Bei mir geht das ab und zu, wenn die Kur nicht zu lange einwirkt und dann wieder gut ausgespült wird, als nicht im Haar bleibt, aber ideal ist der Alkohol eigentlich nicht…

4. Low Budget Kuren zum Selbermischen

Meine liebsten Pre Wash Kuren, die ich mir selbst zusammenmische, sind eigentlich schon vom Prinzip her Low Budget, wenn man denn die „richtigen“ Zutaten verwendet. In meinem Blog findet ihr meine liebste Pre Wash Kur mit Eigelb, meine später entdeckte (vegane) Schüttelkur und eine Feuchtigkeitskur mit Honig nach der Wäsche. Wichtige Zutat in den Pre Wash Kuren ist Öl, außerdem mache ich auch ab und zu gerne reine Ölkuren. Und auch da muss es nicht immer teures Arganöl sein!

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Für Ölkuren und zum Mischen von Haarkuren eignen sich sowieso wunderbar auch Öle, die günstig sind und/oder ihr in der Küche stehen habt. Meine Haare mögen zum Beispiel Sonnenblumenöl sehr gerne, ein bewährtes Öl ist auch Olivenöl. Gerne verwende ich auch Sesamöl und Leinöl (das empfiehlt zum Beispiel Dashik Gubanova) oder eine Mischung aus diesen Ölen. Ab und zu gibt es bei Lidl oder Aldi übrigens auch Avocadoöl, auch ein großartiges Öl für die Haare! Die Öle könnt ihr euch vor der Wäsche in die Haare und auf die Kopfhaut geben. Oder ihr mischt sie mit Conditioner und Feuchtigkeit zu Kuren zusammen.

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Für solche Pre Wash Kuren benutze ich ganz gerne auch günstige Produkte, die auch mal Alkohol enthalten dürfen. Denn die Kuren bleiben nicht allzulange im Haar und werden dann mit Shampoo oder Condi ausgewaschen. Günstig ist hier das Aloe Vera Gel von Sundance (2,95 €) und die Alterra-Haarkur Granatapfel-Aloe (2,49 €), beides habe ich schon wirklich oft nachgekauft!

5. Low Budget Leave-In

Bei Leave-In Pflege, die ja oft tagelang im Haar bleibt, achte ich wieder mehr darauf, dass kein austrocknender Alkohol enthalten ist. Meine liebsten Leave-Ins sind leider eher hochpreisig, aber als günstige Variante könnte man die LOC-Methode verwenden (Pflege der Haare mit Flüssigkeit (Liquid), Öl (Oil) und Creme (Cream), nacheinander aufs Haar aufgetragen).

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Für Feuchtigkeit im Haar kann man eigentlich einfach Wasser verwenden, vor allem wenn die Haare nach der Wäsche sowieso noch feucht sind. Möchte man es etwas luxuriöser haben, kann man auch ein (alkoholfreies und möglichst reines!) Aloe-Vera-Gel verwenden, das dann meistens ganz flüssig ist. Hier seht ihr eines von Behawe, die meisten Markenprodukte sind teurer. Als Öl könnt ihr selbstverständlich einfach eines der oben abgebildeten Küchenöle ausprobieren, kein Problem! Aber bitte vorsichtig dosieren, nur wenige Tropfen nehmen! Vielleicht wollt ihr euch hier aber auch ein extra Haaröl gönnen, die sind meistens noch nett beduftet.

Es gibt günstige Haaröle (NK und silikonfrei) von Alverde (2,95 €), von Alterra (2,99 €), aber auch von Lavera (wobei das eigentlich zu teuer ist). Mein Favorit ist das Haaröl von Neobio (3,99 €), denn das enthält gleich auch noch feuchtigkeitsspendende Aloe Vera. Natürlich könnt ihr diese Öle auch für eine Ölkur oder zum Mischen einer Haarkur verwenden, dazu sind sie mir aber fast schon zu teuer, als Leave-In ist das was anderes. Über Feuchtigkeit und Öl gibt man nach der LOC-Methode dann noch eine Creme. Ausprobieren könnt ihr übrigens auch mal, ob bei euch Öl NACH der Creme, also LCO, die Feuchtigkeit nicht noch besser einschließt, ich bin mir selbst nicht so sicher…

Als Creme eignet sich eine Handcreme, wenn man nicht in eine extra Haarcreme investieren will. Mir wurde mal gesagt, dass die Balea Buttermilk-Lemon Handcreme (0,85 €) sich zum Beispiel gut eignet und ein einmaliger Test bei mir hat das bestätigt (ich habe halt so viele Heymountain-Haarcremes, dass ich da eher nicht experimentiere). Als Naturkosmetik-Creme ist die Kneipp Ringelblumensalbe (4,29 €) bei vielen im LHN recht beliebt, hier ist kein Alkohol enthalten. Zu guter Letzt enthalten auch die neuen Treaclemoon-Handcremes (1,95 €) keinen Alkohol, eine nette Überraschung, ich liebe den Duft der Marshmallow Heaven!

Auf dem Bild vergessen habe ich außerdem die Brustwarzensalbe (egal ob von Babylove für 0,75 € oder von Babydream für 1,69 €), die ich sehr gerne zur Spitzenpflege verwende.

6. Fazit

Es geht auch günstig! Man muss die Augen ein bisschen offen halten, ansonsten gibt es in vielen Bereichen aber durchaus günstige Haarpflege, die den Haaren gut tut. Als Bloggerin und wenn die Haare halt auch mehr Hobby sind, verliert man da leicht mal den Boden unter den Füßen. Und auf manche teuren Produkte würde ich auch nicht mehr verzichten wollen. Wenn ich euch empfehlen sollte, wofür ihr Geld ausgeben solltet, dann wären das meine liebsten Leave-Ins, nämlich die von Less is more (Flower Whip oder Lavender Smooth Balm) und die Haarcremes von Heymountain, da lohnt sich die Ausgabe meiner Meinung nach auf jeden Fall. Ansonsten tun es oft auch die Low Budget Varianten. :)

Mal sehen, was die anderen Damen der Haarbande so zusammengetragen haben. Im November erzählt euch die Haarbande übrigens etwas zu langen Haaren beim Sport und es gibt sicher auch Frisurenempfehlungen, um die langen Zotteln zu verstauen. :)

5 Kommentare

  1. anitaswelt
    11. Oktober 2016

    Huiuiui, da hast Du wieder so einiges gezeigt, das ich gerne mal ausprobieren würde. Allem voran das Balea Tiefenreinigungsshampoo. Sowas sollte ich echt mal haben, vielleicht kann ich so die anderen Shampoos länger nutzen.

    Dazu kommen die Spülungen – aber erst wenn ich meinen Monstervorrat aufgebraucht habe *lol

    Und die Leave-Ins, wobei ich da nicht soooooo viel brauche. Kannst Du die beiden Produkte von Balea und Treaclemoon auch als Handcreme empfehlen?

    • Wuscheline
      12. Oktober 2016

      Die Treaclemoon-Creme finde ich absolut toll! Aber nur, wenn man intensive Düfte mag. Die Balea-Creme habe ich noch nicht so oft getestet, sie macht aber auch einen ganz soliden ersten Eindruck.

  2. Valandriel Vanyar
    12. Oktober 2016

    Da hast du ja doch einiges gefunden ;) Ich hatte mich ja auf meine Lieblinge beschränkt und dann zusätzlich noch Shampoos genannt, weil das die hauptsächlichen Produkte sind, die ich auch selbst gerne verwende. Da ich mich auf 5 beschränken wollte, habe ich auch das Aloe Vera von Behawe weggelassen, welches auch günstig ist, denn mit dem von Alverde und Sundance kam ich leider nicht klar.

    BWS habe ich absichtlich nicht genannt, da ich nur noch meine letzte Packung (das zeug hält weig bei mir!) aufbrauche und wegen „nicht vegan“ nicht nachkaufen werde,.. Ansonsten ist sie natürlich top.

    LG Valandriel

    • Wuscheline
      12. Oktober 2016

      Bei mir hält die BWS auch ewig, ja. :D
      Deine 5 Lieblinge fand ich auch absolut toll und lesenswert!

  3. Julia Tried-It-Out
    26. Oktober 2016

    Ein toller Beitrag, ich habe mir auch schon oft gedacht, dass man doch auch gute Öle aus der Küche für eine Pre-Wash Kur geeignet sind, aber noch nie ausprobiert, auch weil ich gerade nicht so oft Pre-Wash Kuren mache, da das Roggenmehl sie nicht so gut aus den Haaren bekommt :)
    Liebe Grüße,
    Julia :)

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